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Pelargonien – besser bekannt als Geranien

Pelargonien, lat. Pelargonium, gehören zu den Pflanzen, die in unseren Breitengraden am häufigsten Gärten und Balkonkästen zu finden sind. Es gibt sie in verschiedenen Sorten und Farben, wobei Viele die klassische Variante in rot oder rosa wählen.

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Der umgangssprachliche Name Geranien leitet sich nicht von der Pflanzengattung der Perlagonien ab, sondern von dem ihrer Pflanzenfamilie. Perlagonien gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse, die als botanischen Gattungsnamen Geraniaceae tragen. Die Geranien stamm ursprünglich aus Südafrika und wurden hier nur neu kultiviert. Gärtner schätzen an den Perlagonien nicht nur ihre lange Blütezeit, sondern ebenso ihre robuste Art und den geringen Pflegeaufwand. Gerade deshalb zählen sie wohl zu den begehrtesten Topfpflanzen in unseren Landen.

Perlagonien – pflanzen & pflegen

Die Pflege der Perlagonien ist an sich nicht aufwändig und kommen grundsätzlich auch längere Zeit ohne einen Handgriff vom Gärtner zurecht. Allerdings gilt das mehr oder weniger nur in der Theorie, denn die meisten Pflanzenliebhaber setzen ihre Perlagonien in Blumenkästen oder -kübel. Hier sieht es dann schon anders aus, denn das Substrat in dem sie stehen sollte nie ganz austrocknen. Zudem benötigen Geranien viele Nährstoffe, weil sie zu den starkzehrenden Pflanzen gehören. Nur wenn ihnen diese zur Verfügung stehen, bilden sie ihre komplette Blügenpracht aus.

Aussaat – bis Anfang Februar

aussaat Bis Februar ist es möglich Geranien auszusähen. Dabei erfolgt die Anzucht nicht direkt im Garten, sondern entweder im Haus oder im Gewächshaus. Nachdem die Samen der Perlagonien zu den Lichtkeimern gehören, darf sie der Gärtner nicht in die Erde drücken. Als Substrat für die Aussaat eignet sich im übrigen am besten keimfreie Aussaaterde. Diese dann in einer sehr dünnen Schicht über die Samen geben. Wer es einfacher haben möchte kann auch Torftöpfchen für die Anzucht der Perlagonien verwenden. Allerdings ist dies eine teurere Angelegenheit, denn pro Samen ist ein mit Torf gefülltes Töpfchen nötig. Wichtig ist in jedem Fall, die Saatschalen mit einem durchsichtigen Deckel abzudecken, damit sich eine hohe Luftfeuchtigkeit bilden kann. Diese benötigen die Perlagonien genauso wie eine Wärme von 20 bis 22 Grad Celsius, um überhaupt keimen zu können. Allerdings bitte das Lüften nicht vergessen, weil sonst die jungen Pflänzchen, nach der 10 bis 20 Tage dauernden Keimungsphase, schnell das Faulen beginnen. Haben sich vier Blätter entwickelt, so können die jungen Perlagonien einzeln in Pflanztöpfe, die mit leichter aber nährstoffreicher Komposterde versehen sind. Zudem wird die Beimischung von Langzeitdünger oder Hornspänen empfohlen, um den Nährstoffbedarf der Geranien zu decken. Vor dem Auspflanzen in den Garten sollte der Pflanzenfreund die Pelargonien zuerst langsam an die Temperaturen gewöhnen, indem er sie tagsüber in den Garten stellt.

Pflanzzeit – Mai

pflanzzeit Im Mai, wenn die Zeit der kalten Nächte vorbei ist, können die Pelargonien komplett ins Freie. Wichtig ist, dass es keine Nachtfröste mehr gibt, weil diese die empfindlichen Pflanzen schädigen können. Tagsüber sollten die Temperaturen nicht mehr unter 15 Grad Celsius fallen. Erst dann fühlen sich die Pelargonien im Außenbereich wohl.

Standort – sonnig und geschützt

standort Pelargonien stammen ursprünglich aus dem Süden von Afrika und benötigen deshalb auch hier bei uns ein warmes Plätzchen. Zudem regieren sie empfindlich auf Regen, deswegen sollten sie etwas geschützt stehen. Die Feuchtigkeit der Erde ist dabei nicht das Problem, sondern die Wassertropfen, die auf den empfindlichen Blüten landen. Die Erde sollte locker, nährstoffreich und immer leicht feucht sein, dann gedeihen die Pelargonien am besten.

Pflanzenabstand – etwa 20 – 25 cm

pflanzenabstand Der gängige Pflanzabstand für Pelargonien liegt bei ungefähr 20 bis 25 Zentimeter. Grundsätzlich gilt die Faustregel in einem Blumenkasten der 95 – 100 Zentimeter lang ist nicht mehr als vier Planzen zu setzen. Wer die Geranien allerdings in ein Beet pflanzt kann auf die gleiche Länge etwa vier bis neun Pflanzen setzen. Die Wuchsbreite der Pelargonien liegt ungefähr zwischen 40 und 50 Zentimetern.

Pflanztiefe – Wurzelballenhöhe + 2 bis 3 Zentimeter

pflanztiefe Grundsätzlich reicht es aus, Pelargonien so tief einzupflanzen wie ihr Wurzelballen hoch ist. Allerdings hat es sich als sinnvoll erwiesen eine zwei bis drei Zentimeter hohe Drainageschicht aus Kies zuerst in das Pflanzloch zu geben. Dadurch lässt sich Staunässe verhindern. Wer also Pflanzlöcher für seine Geranien aushebt, sollte daran denken, gerade wenn es sich um eine Pflanzung in Blumenkästen oder -kübeln handelt, wo das Wasser nicht so gut abfließen kann.

Wuchshöhe – 10 bis 150 cm

wuchshoehe In der Regel erreichen stehende Pelargonien Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimeter. Dies ist auch abhänig von der gepflanzten Sorte. Hängende Arten hingegen können eine Länge von bis zu 150 Zentimetern erreichen.

Duftzeit – Mai bis Spätherbst

duftzeit Beginnt der Mai, so kommt auch die Zeit in der die Pelargonien ihre resten Blüten ausbringen. Die Pflanze blüht nicht nur großflächig und intensiv, wenn sie genügend Nährstoffe hat, sondern auch sehr ausdauernd. Je nach Sorte kann die Blütezeit bis in den späten Herbst hineingehen. Ihr leichter Duft ist nicht unangenehm und wird umso intensiver, je mehr Geranien nebeneinander stehen.

Pflegeaufwand – gering bis mittel

pflegeaufwand Grundsätzlich ist es so, dass die Pelargonien auch ohne die Hilfe vom Gärtner auskommen, weshalb sie eine beim Pflegeaufwand in die Kategorie „gering“ einzustufen sind. Wer allerdings eine üppige und dauerhafte Blütenpracht sehen möchte, muss sich intensiver um seine Geranien kümmern, weshalb der Pflegeaufwand generell mit gering bis mittel anzugeben ist. Neben einer regelmäßigen Versorgung mit Flüssigkeit, sollte der Gärtner auch noch zusätzlich Nährstoffe zuführen. Pelargonien gehören in die Kategorie der Starkzehrer und entfalten nur dann ihre volle Blütenpracht, wenn ihnen genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Zusätzlich empfiehlt es sich verwelkte Blüten abzuknipsen. So kann die Pflanze ihre Energie wieder in die Bildung neuer Knospen und Blüten stecken.

Wasserbedarf – mittel

waesserung Staunässe und Trockenheit mögen die Pelargonien überhaupt nicht. Ein gesundes Mittelmaß ist das beste, damit sie gut gedeihen können. Gerade an heißen und trockenen Tagen muss der Gärtner deshalb zur Gießkanne greifen und sie mit ausreichend Wasser versorgen. Ist die Hitze zu groß, empfiehlt es sich sogar die Pelargonien morgens und abends zu wässern. Ansonsten gilt als Faustregel – immer dann nachgießen, wenn die oberste Substratschicht leicht angetrocknet ist. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Gießen nur von unten erfolgen sollte und nicht über die Blätter und Blüten. Denn dies kann den Krankheitsbefall fördern.

Lebensdauer – mehrjährig

lebensdauer Grundsätzlich handelt es sich bei den Pelargonien um mehrjährige Pflanzen. Allerdings machen sich die meisten Gärtner nicht die Mühe Geranien zu überwintern und behandeln sie wie einjährige Pflanzen.

Schnittzeit – später Herbst oder zeitiges Frühjahr

schnittzeit Wer sich die Mühe macht seine Pelargonien zu überwintern, kommt um einen jährlichen Rückschnitt nicht herum. Die ideale Schnittzeit liegt dabei im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Mehr als zwei bis drei Augen pro Stängel sollten dabei nicht stehen bleiben, aber eine Mindesthöhe von 10 bis 15 Zentimeter sollte bleiben. Die restlichen Blätter gilt es bei einem Herbstschnitt ebenfalls zu entfernen, selbst wenn sie noch grün sind.

Pelargonien überwintern

winterhart Viele Hobbygärtner machen sich nicht die Mühe ihre Pelargonien zu überwintern. Möglich ist es aber eigentlich in jedem Fall, es ist nur mit einigem Aufwand verbunden. Einen festen Zeitplan für die Winterruhe gibt es dabei nicht. Allerdings ist es spätestens dann an der Zeit, wenn die ersten Bodenfröste auftreten oder die Temperaturen sich um den Gefrierpunkt herum einpendeln. Temperaturen bis minus fünf Grad Celsius sind kein Problem, wenn sie nur kurzfristig herrschen.
 
Plargonien lassen sich nicht nur im Balkonkasten oder im Tongefäß überwintern, sondern auch wurzelnackt in einer Tüte oder in einem Erdloch. Am typischsten sind die ersten beiden Varianten der Überwinterung, wobei der Tontopf die bessere Alternative ist, denn das Material kann nicht nur Wasser, sondern auch Salz puffern. Zudem ist es porös und sorgt so für eine gute Belüftung der Wurzeln. Das Substrat sollte sowohl im Tontopf, wie auch im Balkonkasten ein Mix aus Sand und Blumenerde sein. Ideal stehen die Gefäße bei einer Temperatur von fünf bis 10 Grad Celsius und an einem hellen Ort. Ab und an sollten sie auch ein wenig Wasser bekommen, Dünger ist während dieser Zeit aber ein NoGo. Wer nicht genügend Platz für diese Art der Überwinterung hat, kann seine Pelargonien auch Wurzelnackt in einer Tüte aufbewahren. Dafür die Wurzeln der Pflanzen auf eine einheitliche Länge stutzen und sie anschließend mit Zeitungspapier umwickeln. Dieses sollte aber oben und unten offen sein, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Darüber eine Plastiktüte mit Löchern ziehen, diese gut befestigen und dann die Pelargonien kopfüber aufhängen. Das Überwintern im Erdloch hingegen ist in unseren Breitengraden eigentlich keine wirkliche Option, denn dabei sollten die Temperaturen nicht dauerhaft unter zwei Grad unter Null fallen.

Vermehrung

Pelargonien lassen sich nicht nur durch Aussaat, sondern auch durch Stecklinge vermehren. Diese Art ist die günstigste und sinnvollste zur Anzucht von neuen jungen Pflanzen. Wer seine Geranien überwintern möchte, erhält beim Rückschnitt im Herbst sowieso eine große Anzahl an abgeschnittenen Trieben, die sich hervorragend für Stecklinge eignen. Ein gut entwickeltes Blatt sollte der Steckling allerdings haben, damit er sich zu einer eigenständigen Pflanze entwickeln kann. Idealerweise steckt der Gärtner diesen Trieb dann maximal einen Zentimeter tief in einen kleinen Pflanztrog, der ein Gemisch aus Kompost- oder Blumenerde mit Sand enthält. Die Erde danach gut andrücken, kräftig wässern und anschließend an einen hellen Platz, idealerweise an einem Fenster stellen. Erst wenn das Substrat in dem die Pelargonien Stecklinge stecken komplett durchgetrocknet ist, sollte die nächste Wässerung erfolgen. Danach reicht es aus ein- bis zweimal die Woche Wasser zuzuführen. Sobald die Stecklinge der Pelargonien anfangen zu wachsen haben sie ausreichend Wurzeln gebildet. Anfang Februar kann der Gärtner sie dann separieren.

Dünger und Pflanzsubstrat

In spezieller Geranienerde fühlen sich die Pelargonien am wohlsten, denn sie ist von Haus aus schon mit mehr nährstoffen versorgt als normale Blumenerde. Trotzdem benötigen die Blühpflanzen noch regelmäßig zusätzliche Nährstoffe in Form von Langzeit- oder Flüssigdünger. Letzterer sollte dann ein ein- bis zweiwöchigen Abständen mit dem Gießwasser ins Erdreich gelangen. Wer ein stärkeres Wachstum möchte, sollte stickstoffbetont düngen. Magnesiumdünger hingegen sorgt für ein satteres Grün der Blätter. Zu einer prachtvolleren Blüte führt eine Düngung die kalibetont ist. Spezieller Geraniendünger hingegen ist optimal auf Pelargonien abgestimmt und enthält die passenden Nährstoffe.

Krankheiten und Schädlinge

Stehen die Pelargonien ungünstig oder gießt der Gärtner sie falsch, sind sie viel anfälliger für Krankheiten. Gerade der Pelargonienrost, die Bakterienwelke, der Grauschimmel oder die Graufäule breiten sich dann schnell aus. In vielen Fällen lassen sich betroffene Pflanzen nicht mehr retten, weshalb der Gärtner Pflegefehler und Fehler bei der Standortwahl tunlichst vermeiden sollte. Ansonsten kommt es gelegentlich zu einem Befall mit Blattläusen, der Weißen Fliege oder der Thripse. Diese drei Schädlinge lassen sich leicht abspülen und zwar mit einer Lauge, die aus Spülmittel und Wasser angesetzt wurde. Auf das Substrat sollte sie allerdings nicht gelangen, weshalb sich ein Abdecken empfiehlt.